Prognose:Wechselhaft | DTM
2004-09-03 12:32:23

Prognose:Wechselhaft

Prognose:Wechselhaft

Die Prognose für das kommende Wochenende lautet: „Wechselhaft“. Und diese Vorhersage für den Küstenstreifen rund um Zandvoort bezieht sich keineswegs nur auf das Wetter. Die DTM gastiert vom 3. bis 5. September auf dem niederländischen Kurs, und der hat es in sich, wie Manfred Theisen, Renndienstleiter beim DTM-Exklusivausrüster Dunlop, weiß: „Nur die Sanddünen trennen die Rennstrecke von der Uferpromenade und dem Nordseestrand. Da ist es nur natürlich, dass ständig feine Sandkörner auf die Strecke geblasen werden.“ Das sorgt für unterschiedliche Streckenbedingungen, weil das Asphaltband immer wieder ein wenig freigefahren werden muss.

„Am Nachmittag ist das meist kein Problem mehr, da die verschiedenen Rennserien am Vormittag den Kurs bereits gesäubert haben“, so Manfred Theisen weiter. „Allerdings sind die gefahrenen Zeiten im freien Training am Morgen oder beim Warm-up am Sonntagvormittag oft nicht repräsentativ.“ Erst wenn das Gemisch aus Reifenabrieb und Sandkörnern beseitigt ist, kann eine echte Prognose für das Renntempo abgegeben werden. Die Reifen können den vollen Grip zunächst nur schwer aufbauen, weil sich millimeterkleine Sandkörnchen zwischen Asphalt und Reifenlauffläche schieben. „Das vermindert den Reibwert“, erläutert Theisen. „Selbst der besonders weiche Gummi von Rennreifen kann dann nicht mehr die optimale Haftung bieten. Das ist so glatt wie ein Spaziergang auf Erbsen.“

Allerdings erarbeiten die Reifentechniker von Dunlop zusammen mit den Ingenieuren der Teams natürlich auch für diese Bedingungen die bestmögliche Strategie. So kann man etwa für das Qualifying, die Superpole und gegebenenfalls auch für das Rennen die Reifen im freien Training kurz ‘anfahren’. Dabei wird die oberste, sehr glatte Schicht der Lauffläche bereits etwas aufgeraut, ohne den Leistungshöhepunkt neuer Reifen (den sogenannten ‘Peak’) bereits zu erreichen. „Das ist gerade bei sehr glatten Streckenverhältnissen sinnvoll“, erklärt Renndienstleiter Theisen. „Denn dann reicht die Aufwärmrunde oft nicht aus, um dem Reifen den bestmöglichen Grip abzufordern. Wenn man angefahrene Pneus benutzt, kann man die optimale Performance dann gleich bei der ersten schnellen Runde abrufen – besonders bei der Superpole muss ja alles gleich passen.“

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