Regenpoker in der Lausitz | DTM.com | Die offizielle Webseite
2001-08-11 15:46:22

Regenpoker in der Lausitz

Ein heftiger Regenschauer kurz vor Beginn des Zeittrainings zum sechsten Lauf der DTM auf dem Eurospeedway Lausitz hat dem Publikum ein echtes Pokerspiel beschert: Auf der regennassen, jedoch zum Ende der 45-minütigen Trainingssitzung abtrocknenden Strecke war es schließlich Norisring-Sieger Uwe Alzen im Mercedes-Benz CLK-DTM, der sich buchstäblich in letzter Sekunde vor seinem Markenkollegen Marcel Fässler und Opel-Pilot Alain Menu die Pole Position für das Qualifikationsrennen am Sonntag sicherte. Insgesamt 15 Mal wechselte in diesem Qualifying die Führung.

Kurz nach seiner ersten Pole Position in der DTM verriet Alzen das Rezept des Erfolgs: „Wir haben kurz vor Ende noch von Regen- auf Slickreifen gewechselt, das hat sich voll ausgezahlt. No risk, no fun!“ Auf Anweisung seines Teams sei er nach den ersten Runden auf Slicks weiterhin draußen auf der Strecke geblieben, „weil wir gesehen haben, wie der Kurs Runde für Runde trockener wird“. Für das Rennen am Sonntag erwartet Alzen, der nahtlos an den Sieg von Nürnberg anknüpfen will, enorm viel Spannung – schließlich stehen der angrifflslustige Youngster Fässler und der Britische Tourenwagenmeister Menu neben beziehungsweise hinter ihm. Alzen: „Wenn zwei solche Top-Leute vorne stehen, dann weiß man schon: Das wird mächtig abgehen.“ Als Vierter übrigens in Startreihe zwei: Meister Bernd Schneider.

Für die harte Arbeit der vergangenen Wochen wurde Opel belohnt: Mit Platz drei fuhr der Schweizer Alain Menu das beste Ergebnis für Opel in diesem Jahr heraus. Da mit Michael Bartels auf Rang sechs und Manuel Reuter auf acht zwei weitere Opel-Fahrer in den Top Ten platziert sind, sieht Sportchef Volker Strycek den Aufwärtstrend seiner Truppe bestätigt: „Wir haben die fünfwöchige Sommerpause genutzt, um unser Coupé weiter voranzubringen. Drei Fahrer in den Top Ten zu haben, ist für uns das Indiz, auf dem richtigen Weg zu sein und das Auto konkurrenzfähig gemacht zu haben.“

Das Team Abt Sportsline hingegen konnte die guten Zeiten aus den Testsitzungen vom Freitag und aus dem freien Training vom Samstag nicht wiederholen. Teamchef Hans-Jürgen Abt, der am Morgen noch drei seiner vier Fahrer ganz vorne in der Zeitenliste gesehen hatte, sagte: „Wir sind enttäuscht, denn wir hatten uns mehr als die Plätze neun, zehn, elf und 13 ausgerechnet.“ Am Schluss sei den Äbten die Zeit ausgegangen, um noch die Reifen zu wechseln. „Alle unsere Fahrer waren auf Regenreifen unterwegs, weil sie der Ansicht waren, dass es mit Slicks nicht geht. Am Ende wären sie wohl doch besser gewesen. So ist das nun mal, wenn das Wetter nicht mitspielt.“ Jetzt lautet die Abt-Devise für das Qualifikationsrennen: Angriff. „Da wollen wir ein paar Plätze nach vorne fahren, denn in den Trainingssitzungen haben wir ja gezeigt, dass der EuroSpeedway uns liegt“, so Abt.

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