Relaxed und Selbstbewusst – Esteban Ocon im Interview | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-05-07 08:00:00

Relaxed und Selbstbewusst – Esteban Ocon im Interview

Esteban Ocon:

Esteban Ocon ist jung und selbstbewusst. Der 19-jährige Franzose ist der einzige Rookie in der DTM-Saison 2016. Nach seinen Titeln in der Formel-3-Europameisterschaft und der GP3-Serie setzt sich Ocon auch seiner ersten DTM-Saison hohe Ziele. Wir haben beim DTM-Auftakt mit dem Mercedes-Benz-Piloten gesprochen und festgestellt, dass er sich in seinem neuen Umfeld bereits pudelwohl fühlt.

Esteban, Anfang April bei den Testfahrten hier am Hockenheimring warst du extrem relaxed. Wie geht’s dir, jetzt wo es wirklich ernst wird? Steigt die Nervosität?
Esteban Ocon:
„Ich bin immer noch völlig relaxed. Das bin ich eigentlich immer. Nervös bin ich überhaupt nicht. Ich habe doch absolut keinen Druck. Mir geht’s gut, ich komme mit meinem Team bestens zurecht, die Atmosphäre hier ist einfach großartig. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich richtig losgeht.“

Was hast du denn im vergangenen Monat seit den Testfahrten gemacht?
„Oh, eine ganze Menge. Ich war natürlich bei den Formel-1-Rennen in Shanghai und Russland. Außerdem habe ich noch ein kleines Trainingslager in den Pyrenäen eingelegt. Langweilig war mir also nicht.“

Nun bist du neben Adrien Tambay der zweite Franzose, der aktuell in der DTM am Start ist. Wie wird die Serie in deinem Heimatland wahrgenommen. Ist sie dort bekannt? Bist du dort sehr bekannt?
„Ehrlich gesagt: nicht wirklich. Das ist einfach jammerschade. Die DTM ist so eine großartige Serie – ich habe wirklich keine Ahnung, warum sie in Frankreich nicht so richtig bekannt ist. Jedem, dem ich Bilder von den Autos zeige, ist völlig beeindruckt, hat aber noch nicht von der DTM gehört. Ich habe in Frankreich keinen hohen Bekanntheitsgrad. Man kennt mich eigentlich lediglich durch meine Verbindungen zur Formel 1.“

Hast du denn an diesem Wochenende dann ein paar Fans mitgebracht?
„Ja. Meine Familie und einige Freunde werden kommen. Vielleicht sind ja auch ein paar wegen mir hier, von denen ich noch nichts weiß. Mein Zuhause, Huest, ist nicht sehr weit vom Hockenheimring entfernt – das sind knapp 700 Kilometer.“

Die Familie bringt ja manchmal Glück. Hast du sonst noch irgendeine Art Glücksbringer an den Rennwochenenden dabei?
„Allerdings. Meine Sturmhaube, die ich unter dem Helm trage. Ich habe dieselbe seit drei Jahren. Mit ihr habe ich die Formel-3-Europameisterschaft und die GP3-Serie gewonnen – ein guter Glücksbringer also.

Hast du dich denn jetzt vollständig in der für dich neuen Serie eingelebt – mit jedem Mal gesprochen?
„Ja klar. Mit meinen Team sowieso. Aber auch wir Mercedes-Piloten sind sehr oft zusammen. Eigentlich habe ich schon mit jedem DTM-Fahrer mal zumindest ein kurzes Gespräch geführt – insgesamt fühle ich mich sehr wohl.“

Gibt es denn irgendjemanden, vor dem du besonders Respekt hast?
„Wir respektieren uns alle untereinander. Besonders groß ist mein Respekt aber vor meinen Teamkollegen Gary Paffett.“

Und auf der Strecke, wenn du in den Rückspiegel schaust? Vielleicht jemand von den anderen Herstellern?
„Von den anderen Herstellern? – Nein. Wenn ich im Auto sitze, fahre ich Rennen. Natürlich nicht unfair. Aber Respekt ist auf der Strecke, egal vor wem, ist nicht angebracht.“

Findest du es vielleicht ein bisschen schade, dass du der einzige Rookie in dieser Saison bist? Andernfalls hättest du noch einen Konkurrenten, mit dem du dich vielleicht direkter vergleichen könntest.
„Nein. So habe ich doch schon vor meinem ersten Rennen meinen Titel sicher. Rookie des Jahres – das ist doch toll! Nein, im Ernst. Ob Neuling oder nicht, ändert für mich nicht viel. Es ist eben so wie immer in den vergangenen Jahren. Ich war immer Rookie und hatte trotzdem Erfolg. Ich werde auch an diesem Wochenende versuchen, um die Top-Positionen mitzufahren. Das sind meine Ziele, aber wir werden sehen, wo wir am Ende genau stehen.“

Kurz zur Rennstrecke: Wo liegt in Hockenheim der Schlüssel zum Erfolg?
„Einen Schlüssel zum Erfolg gibt es nicht wirklich. Alles muss einfach perfekt passen. Jeder Fahrer kennt diesen Kurs ausgesprochen gut und es wird verdammt eng zugehen – in jeder einzelnen Session. Du wirst im Qualifying eine perfekte Runde benötigen, um im Rennen überhaupt etwas ausrichten zu können.“

Und das Wetter? Magst du die Sonne oder bevorzugst du Regen im Rennen?
„Die Vorhersage hier in Hockenheim ist sehr gut, aber ich mag auch den Regen. Das wichtigste ist aber, dass es konstant schön werden soll. Diese konstanten äußeren Bedingungen sind für mich sehr wichtig. So kann ich mich einfach viel besser an das Auto und die DTM gewöhnen. Das Wetter, das Team, das Auto und ich – alles passt. Es wird Zeit, dass es losgeht.“

 

 

 

 

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen