Reuter: Abstimmung extrem schwierig | DTM.com | Die offizielle Webseite
2000-08-05 17:23:53

Reuter: Abstimmung extrem schwierig

Eine kleine Exkursion in die sächsische Botanik kostete Manuel Reuter die mögliche Pole Position. Statt dessen geht der Mainzer vom dritten Startplatz aus ins Rennen – und rechnet mit einer heißen Hatz auf dem ostdeutschen Traditionskurs.

Manuel Reuter wollte sein wie Michael Schumacher: Mit einer Punktlandung im Qualifikationstraining die Bestzeit derart kurz vor Schluß sichern, dass kein anderer noch einmal kontern konnte. Der Mainzer Opel-Pilot, mit drei Punkten Rückstand der härteste Verfolger von Mercedes-Mann Bernd Schneider, setzte kurz vor 15 Uhr zu seiner letzten fliegenden Runde auf dem Sachsenring an – eine Runde, die lange Zeit extrem viel versprechend aussah.

So lange, bis er mit zwei Reifen auf den Grünstreifen geriet. Für einen Augenblick nur. Sekunden, in denen Auto und Fahrer durchgeschüttelt wurden. In denen Reuter eisern auf dem Gas blieb, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Und alle Hände voll zu tun hatte, das Auto zu stabilisieren.

Natürlich war die Rundenzeit schon durch diesen Ausritt zerstört. Und natürlich hatten die Dunlop-Reifen am Opel V8 Coupé so viel Dreck aufgesammelt, dass sie auch auf den folgenden Metern zunächst nicht die volle Haftkraft entfalten konnte.

Kurzum: Reuter blieb auf seiner bisherigen Bestzeit sitzen – und die reichte nun mal nicht zu mehr als zum dritten Startplatz. Ein Rang, mit dem der Hobby-Triathlet möglicherweise auch im Rennen leben könnte: "Wenn Schneider da auch nur Elfter ist", konnte er sich einen Seitenhieb auf die ernüchternde Startposition des Tabellenführers nicht verkneifen.

Reuter weiss, dass auf dem Sachsenring eines der härtesten Rennen des Jahres auf dem Programm stehen könnte. "Der Wetterbericht hat für morgen noch einmal leicht höhere Temperaturen vorausgesagt", rapportierte der Familienvater, der dann auch mit einem entsprechend heißen Tanz rechnet: "Wer morgen kein gutes Renn-Set-Up hat, der kommt in extreme Probleme. Denn die Strecke hier geht enorm auf die Reifen." Was sich natürlich noch verschlimmert, wenn der Asphalt heißer wird als die heutigen 24 Grad, die während des Zeittrainings herrschten. Die große Belastung der Pneus ist nur ein Thema, das die Piloten bei ihrer Abstimmungsarbeit berücksichtigen müssen. "Der kritischste Punkt ist die Balance zwischen dem ersten Teil der Strecke, der sehr, sehr langsam ist und in dem wir überwiegend im zweiten Gang fahren, und dem teilweise neu gebauten High-Speed-Stück zum Plateau hoch", analysiert Reuter. "In den langsamen Passagen kommt es auf eine möglichst gute Traktion an, in den schnellen muss man das Auto trotzdem noch optimal in der Balance halten. Das ist nicht einfach zu erreichen."

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