Ring frei für das DTM-Double in Zandvoort | DTM
2015-07-10 15:30:00

Ring frei für das DTM-Double in Zandvoort

Hofft auf eine Trendwende: Mike Rockenfeller

Fahrer, Teams und vor allem die Fans fiebern schon seit Saisonbeginn auf ein Highlight im Rennkalender der DTM hin: Das Wochenende in Zandvoort, das auf dem einzigartigen Dünenkurs an der niederländischen Küste in unvergleichlicher Manier Rennaction und Strandfeeling miteinander verbindet. Die Piloten Mike Rockenfeller, Bruno Spengler und Daniel Juncadella sprechen nach dem ersten Roll Out auf dem Circuit Park Zandvoort über ihre Eindrücke und Erwartungen.

Bei den DTM-Rennen auf dem Norisring vor zwei Wochen holte Mercedes-Benz souverän zwei Siege. Daniel Juncadella ist dennoch skeptisch: „Es wird schwierig, an diese Erfolge anzuknüpfen, gerade weil wir jetzt mit zusätzlichem Gewicht an den Start gehen müssen. Doch ich mag die Strecke und war in der Formel 3 immer gut hier in Zandvoort. In der DTM hat es zwar noch nicht geklappt, aber ich hoffe, das an diesem Wochenende zu ändern“, gibt sich der 24-Jährige kämpferisch.

Auch Audi-Pilot Mike Rockenfeller hofft auf einen Umschwung: „Trotz meiner Pole in Hockenheim hatte ich einen bescheidenen Start in die Saison. Es lief nie wirklich rund, irgendwas fehlte immer – oft war es das nötige Quäntchen Glück. Unser Auto ist aber gut, denn hier braucht man viel Downforce, und der Audi hat eine gute Aerodynamik. Ich habe also alle Karten in der Hand, um hier den Wendepunkt zu schaffen.“ Was die Prognosen angeht, ist der gebürtige Neuwieder allerdings vorsichtig: „Ich will nicht über eine mögliche Platzierung spekulieren, aber wenn ich an diesem Wochenende die volle Performance aus dem Auto herausholen kann, dann reise ich mit einem Grinsen ab.“

Ähnlich sieht es sein Kollege in BMW-Diensten Bruno Spengler: „Ich hatte ein gutes letztes Rennen mit Platz drei in Nürnberg. Das war ein Schritt nach vorne und nach dem schwierigen Saisonstart vor allem gut fürs Team. Trotzdem haben wir noch viel Arbeit vor uns, es wird ein harter Kampf für mich. In dieser Situation kann man sich keine großen Ziele setzen. Ich denke morgen nach dem Qualifying lässt sich vielleicht mehr sagen.“ Seinen Arbeitgeber BMW will er auf dem Weg zurück an die Spitze so gut er kann unterstützen: „Für eine wirkliche Verbesserung braucht man Tests, um mehr Daten zu sammeln – aber diese Chance haben wir reglementbedingt leider nicht. Da ist es das Beste, was man als Fahrer machen kann, seinem Ingenieur möglichst präzise Kommentare zu geben, wenn man aus dem Auto steigt.“

Juncadella sieht eine zentrale Herausforderung in den die kommenden beiden Rennen im Layout der Strecke: „Es ist der einzige Kurs, auf dem es keine Diskussionen über die Tracklimits gibt, denn das Limit ist das Gras. Das macht zwar Spaß, aber das Überholen wird dadurch schwer.“ Mike Rockenfeller erwartet gerade deshalb, dass das Qualifikationstraining der Schlüssel zum Erfolg sein wird: „Ich denke das Qualifying entscheidet hier in Zandvoort sehr viel, denn auf der engen Strecke mit nur einer Geraden ist es ansonsten schwierig, nach vorne zu kommen.“ Dabei kann man allerdings auch viel falsch machen: „Wenn man zum Beispiel auf der Outlap einem Fahrer Platz machen muss, der auf seiner schnellen Runde ist, dann wird das vor allem durch den Sand knifflig, der neben der Ideallinie liegt“, erklärt der Meister des Jahres 2013.

Was sich alle drei Piloten wünschen, sind weichere Reifen, die im Verlauf des Rennens stärker abbauen. „Wenn die Reifen nicht so stabil sind, machen ein gutes Set-Up und ein cleverer Fahrstil einen umso größeren Unterschied“, schätzt Juncadella. Spengler pflichtet bei: „Ich finde grundsätzlich gut, dass es in dieser Saison nur noch einen Reifentyp gibt – dass ist für die Zuschauer übersichtlicher. Aber auch ich hätte gerne weichere Reifen.“ Rockenfeller führt weiter aus: „Auch dadurch steigt die Bedeutung der Qualifikation, weil es auf der Strecke seltener passiert, dass man einen Konkurrenten überholen kann, dessen Reifen nicht mehr optimal funktionieren.“

Zumindest für die Rennen am nun angebrochenen Rennwochenende dürfte das nicht gelten: Der Belag in Zandvoort ist erwartungsgemäß sehr fordernd und könnte dem einen oder andere Piloten einen Strich durch die Rechnung machen, der früher als geplant die Verschleißgrenze seiner Pneus erreicht. In jedem Fall dürfen sich die Fans auf spannende Rennaction freuen. Los geht es am Samstag um 14:55 Uhr mit dem Qualifying (Livetiming und Livestream auf DTM.com), bevor um 18:03 Uhr die Startampel zum ersten Rennen verlischt.

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