Spengler lässt die Konkurrenz im Regen stehen: Pole am Norisring | DTM.com | Die offizielle Webseite
2007-06-23 16:04:18

Spengler lässt die Konkurrenz im Regen stehen: Pole am Norisring

Spengler lässt die Konkurrenz im Regen stehen: Pole am Norisring

Der kanadische Mercedes-Benz-Pilot Bruno Spengler machte im Qualifying zum fünften DTM-Lauf des Jahres seine Gegner „nass” und startet morgen um 14 Uhr (ARD live ab 13.45 Uhr) von der Pole-Position. Sintflutartige Regengüsse zu Beginn des Zeittrainings sorgten auf dem einzigen Stadtkurs im DTM-Kalender für eine Rutschpartie.

Spengler zeigte sich in allen Sessions des Shoot-Out-Qualifyings auf der 2,3 Kilometer kurzen Strecke voll konzentriert und sicherte sich so bereits zum dritten Mal in dieser Saison den besten Startplatz für ein Rennen. „Das war die am schwersten zu erringende Pole-Positon des Jahres, weil die Bedingungen so außergewöhnlich waren”, sagte der viermalige Saisonsieger des Vorjahres, der bislang noch kein Rennen in 2007 gewinnen konnte.

Spenglers Teamkollege Mika Häkkinen aus Finnland fuhr mit einem Rückstand von 0,236 Sekunden auf Platz zwei und verpasste so nur knapp seine ebenfalls dritte Pole-Position des Jahres. Der Sieger aus Brands Hatch, Bernd Schneider, und Gary Paffett komplettierten als Dritt- und Viertschnellste des Zeittrainings die ersten beiden Mercedes-Benz-Startreihen. Paffett konnte am Norisring bereits zwei Mal (2004 und 2005) gewinnen. Timo Scheider aus Lahnstein platzierte sich mit seinem Audi A4 DTM als bester Audi-Pilot des Tages für Startplatz fünf. Für den Pole-Mann des vergangenen Jahres am Dutzendteich, Jamie Green aus Großbritannien, reichte es heute lediglich für Platz sechs. Auch der Auftaktsieger vom Hockenheimring verpasste eine optimale Platzierung. Mattias Ekström aus Schweden steuerte seinen Audi A4 DTM auf die siebte Startposition. Für viel Freude bei den Teams und den Zuschauern sorgte der Achtplatzierte. Tom Kristensen (Audi) aus Dänemark feiert nach seinem schweren Unfall in Hockenheim sein DTM-Comeback.

Die besonderen Wetter- und Streckenbedingungen sorgten bei einigen Fahrern für Freud und Leid. Der Führende der Gesamtwertung, Martin Tomczyk (Audi), verpasste den Sprung unter die besten Acht und wurde Elfter. Seine Markenkollegin Vanina Ickx und Sudie Stoddart in der AMG Mercedes C-Klasse hingegen freuten sich über die nassen Bedingungen. Vor den interessierten Augen von Promi-Gast Roger Moore beendete Stoddart das Qualifying als Zwölfte, die Belgierin Ickx als 14.

In der Gesamtwertung liegt Martin Tomczyk mit 20 Punkten knapp vor seinem härtesten Verfolger Mattias Ekström (18). DTM-Rekordchampion Bernd Schneider folgt mit 17,5 Punkten auf Platz drei.

Bruno Spengler (1. Startplatz, DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes): „Ich bin wirklich sehr zufrieden, denn das Qualifying war sehr schwierig. Zu Beginn hatte ich keine Ahnung, wie ich fahren soll, da ich den Norisring noch nicht im Regen kannte. Das Auto ist über die drei Sessions immer besser geworden. Das Team hat einen super Job gemacht und ich bin daher über diese Pole-Position besonders froh.“

Mika Häkkinen (2. Startplatz, AMG Mercedes): „Das Qualifying war sicher für Fans, Fahrer und Teams sehr spannend. Die Bedingungen haben sich ständig geändert und man musste kurzfristig darauf reagieren. Es war eine Herausforderung, die richtige Linie zu treffen. Da man hier auf dem Norisring aus hoher Geschwindigkeit stark abbremsen muss, ist es bei diesen Bedingungen besonders schwierig, den richtigen Bremspunkt zu finden. Aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.”

Bernd Schneider (3. Startplatz, Original-Teile AMG Mercedes): „Ich glaube, ein Qualifying im Trockenen wäre auch nicht schlecht gewesen. Auf der Start-Ziel-Geraden gab es sehr starkes Aquaplaning. Mein Auto stand dort zweimal richtig quer, und ich hatte Glück, dass das gut ausgegangen ist. Von meiner Startposition aus kann man ein Rennen am Norisring durchaus gewinnen.”

Timo Scheider (5. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Das Setup für das Qualifying war ein Lotteriespiel. Nachdem ich das Qualifying in Brands Hatch versaut habe, kann ich mit Startposition fünf sehr gut leben. Meine Mannschaft und ich haben gesehen, was möglich ist, und ich habe eine gute Ausgangslage für das Rennen morgen. Für ein trockenes Rennen morgen sind wir bereits gut gerüstet.“

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Es war ein sehr spannendes Qualifying. Die Zeiten haben sich von Runde zu Runde verändert. Für unsere Mannschaft ist es ein tolles Ergebnis, ich muss sie in höchsten Tönen loben, denn ich habe keinen Fehler gesehen. Bei solchen Wetterbedingungen muss man beim Setup in eine bestimmte Richtung gehen und dann draußen bleiben. Die ersten beiden Startreihen zu besetzen ist sicherlich ein Vorteil, aber den Rennsieg bedeutet das noch nicht. Die Strategie wird morgen eine sehr große Rolle spielen, da es wichtig ist, freie Fahrt zu haben. Wir sind jetzt erst einmal happy mit dem Ergebnis, werden aber abwarten, was morgen ist.”

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Wir sind hier fraglos von Mercedes-Benz geschlagen worden und nicht vom Wetter. Das war für beide Hersteller gleich. Es gab bei unseren Autos immer wieder sehr gute Sektorenzeiten aber dann gleich wieder Zeiten, die nicht für Platz vier gereicht hätten. Wir werden jetzt nicht aufgeben, sondern die Köpfe zusammenstecken und für morgen noch das Beste herausholen. Wenn das Wetter so durchwachsen bleibt, muss man schauen, dass man beim Setup einen guten Kompromiss findet. Sind wir morgen im Rennen dann noch mit Konstanz, einer guten Strategie und ohne den „kleinen Fehler“ unterwegs, werden die Zuschauer ein spannendes Rennen sehen.”

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