Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Qualifying | DTM.com | Die offizielle Webseite
2009-05-30 18:45:00

Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Qualifying

Stimmen der Audi-Fahrer nach dem Qualifying

Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #5), Startplatz 1: „Das war die verrückteste Pole Position meiner Karriere. Ich habe nur ganz knapp den Sprung in die zweite Sektion geschafft und stehe am Ende ganz vorn. Ich weiß, wie wichtig die Pole besonders hier am EuroSpeedway ist, weil man nur schwer überholen kann. Mein Pech von Hockenheim ist schnell vergessen. Es war mein vielleicht bestes DTM-Wochenende überhaupt, bis mir im Rennen irgendwas meinen linken Hinterreifen kaputtgemacht hat. Was auch immer es war – ich hoffe, es lässt sich morgen nicht noch einmal blicken.“

Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM #11), Startplatz 3: „Am Anfang kam ich ganz schön ins Schwitzen, als ich merkte, dass es im ersten Qualifying stärker zu nieseln anfing. Ich war nervös, weil wir eine Minute zu spät losgefahren sind. Es war auch verdammt eng, denn es fing wirklich an stark zu regnen. Ich hatte Glück, es in Qualifying 2 geschafft zu haben. In Qualifying 3 hatte ich anfangs Pech im Verkehr und landete auf Platz vier. Alle anderen fuhren noch ihre Runden, also habe ich in meinem letzten Anlauf auch noch einmal versucht, etwas schneller zu fahren. Das gelang mir auch, bis ich mich in der langen Rechtskurve drehte und im Kies stand. Somit konnte ich am letzten Qualifying nicht mehr teilnehmen. Trotzdem stehe ich in der zweiten Reihe – das ist erfreulich.“

Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM #1), Startplatz 4: „Im ersten Qualifying sind wir knapp am Desaster vorbeigeschrammt. Dank der Arbeit der Jungs habe ich mit etwas Hektik noch eine Chaos-Runde hinbekommen – inklusive zwei Überholmanövern im Kampf mit den beiden Mädels. Qualifying 2 war okay, auch wenn ich mit dem Auto nicht ganz glücklich war. Für Qualifying 3 hatten wir noch einen neuen Satz Reifen. Aber die Traktion an der Hinterachse war nicht perfekt. Am Ende wurde ich Vierter, da Paffett wegen einer Strafe zurückversetzt wurde. Zweite Reihe – da ist mehr möglich als in Hockenheim, wo wir von Rang fünf auf zwei vorgefahren sind. Dann fahren wir doch jetzt von vier auf eins!“

Katherine Legge (Audi Collection A4 DTM # 21), Startplatz 9: „Platz neun war gut – den nehme ich gerne an. Das Wetter hat vieles verfälscht. Das Team hat sehr gut gearbeitet und mich gleich auf die Strecke geschickt. Nur das erste Viertel der Runde war trocken. Im zweiten Qualifying wäre uns locker der Sprung unter die ersten acht gelungen, wenn nicht zu viele Fahrer gegeneinander gekämpft hätten. So fuhr ich im Verkehr und wurde Neunte. Aber das ist immer noch mein bestes Qualifying-Ergebnis.“

Markus Winkelhock (Playboy Audi A4 DTM #12), Startplatz 10: „Das Qualifying war nicht wirklich so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin zwar mit Platz zehn nicht ganz unzufrieden. Es hätte schlimmer kommen können – siehe Alex (Prémat) und Olli (Jarvis). Ich bin trotzdem nicht zufrieden. Am Anfang kam ich nicht auf gute Zeiten. Als es dann besser ging, fuhr ich permanent im Verkehr. In meiner letzten Runde hätte ich es locker unter die ersten acht schaffen können, doch Lauda hat mich blockiert. Die Runde war kaputt, das war mein Aus.“

Alexandre Prémat (Audi Bank A4 DTM #14), Startplatz 15: „Das war ein sehr schwieriges Qualifying! Wir hatten grundsätzlich sehr viel Potenzial. Wir haben allerdings zu lange mit dem ersten Anlauf gewartet, da wir der Aussage vertraut haben, dass es nicht mehr regnen würde. Als es dann doch zu regnen begann, kamen wir nicht einmal in den zweiten Qualifying-Abschnitt. Ein Desaster, denn das Auto war wirklich gut und hätte uns in Q3 oder Q4 bringen können.“

Martin Tomczyk (Red Bull Cola Audi A4 DTM #6), Startplatz 16: „Das Team hat die falsche Strategie und die falsche Entscheidung getroffen, als wir uns entschlossen haben, die Regenreifen anzufahren. Wir wollten perfekte Reifen haben für eventuellen Regen, der dann doch früh eingesetzt hat. Es war dann zu nass für Slicks, während zu Beginn alle anderen auf Slicks losgefahren sind und ihre Zeiten gesetzt haben. Ich konnte diese Zeit nicht mehr fahren. Das ist eine bittere Pille für einen Rennfahrer, der machtlos im Auto sitzt und versucht, alles herauszuholen.“

Tom Kristensen (100 Jahre Audi – A4 DTM #2), Startplatz 17: „Wäre es nicht moderner Motorsport, könnte man fast darüber lachen. Wir haben sehr unglücklich agiert. Glückwunsch an Mattias Ekström zu seiner verrückten Pole Position. Auch er ist nur um Hundertstel dem Schicksal entgangen, nach dem ersten Qualifying auszuscheiden. Als die Strecke am Besten war, haben wir unsere Regenreifen angefahren. Runde um Runde wurden die Bedingungen schlechter. Ich bewahre mir ein Lächeln und weiß, dass es morgen wohl nicht mehr schlechter, sondern nur noch besser werden kann.“

Oliver Jarvis (Audi Cup A4 DTM #15), Startplatz 18: „Ein totales Desaster! Wir haben einer Information zum Wetter vertraut, abgewartet und das kam uns dann teuer zu stehen. Wir hätten einfach nicht warten sollen. Ein Qualifying zum Vergessen.“

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): „Wir haben zu Beginn des Qualifyings unserem Internet-Wetterfrosch vertraut, der sich aber leider wieder einmal vertan hat. Wir hatten Informationen, dass es zunächst trocken bleibt, später aber nass wird. Deshalb wollten einige Teams in der ersten Runde Regenreifen anfahren und dann auf Slicks wechseln. Leider hat es in der ersten Runde begonnen zu regnen, sodass für diese Fahrer keine schnelle Runde mehr möglich war. Mattias (Ekström) hat es mit einer Extra-Leistung geschafft, doch noch in die zweite Sektion zu kommen, um dort dann die schnellste Zeit zu fahren. Im Shoot-out der besten vier Fahrer hat er sich mit einer perfekten Runde die verdiente Pole Position geholt. Besonders freut mich, dass es uns erneut gelungen ist, mit Mike Rockenfeller einen Piloten eines Vorjahresautos unter die schnellsten vier zu bringen. Leid tut es mir für Tom Kristensen, Martin Tomczyk, Oliver Jarvis oder Alexandre Prémat, die weit hinten stehen, obwohl sie heute gezeigt haben, dass sie ganz vorn dabei sein können.“

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