Stimmen nach dem Rennen | DTM.com | Die offizielle Webseite
2001-07-08 18:02:34

Stimmen nach dem Rennen

Uwe Alzen (Warsteiner AMG Mercedes), 1. Platz: „Dieser Sieg war lange überfällig. An einem solchen Erfolg habe ich fast schon gezweifelt. Endlich ist der Knoten geplatzt. Der Sieg ist Seelenbalsam für meine Mannschaft, denn die Jungs haben immer an mich geglaubt. Nun konnte ich ihnen etwas zurückgeben. Auch bei Gerhard Ungar, dem technischen Leiter von HWA, möchte ich mich bedanken, denn der hat mich am Wochenende super unterstützt. Die Meisterschaft habe ich nicht mehr im Auge, dafür ist Bernd Schneider punktemäßig zu weit weg. Ich konzentriere mich auf persönliche Resultate und will noch das ein oder andere Rennen gewinnen. Wir hatten schon vorher einmal die Chance, ganz vorne zu landen. Aber oft sind es nur Kleinigkeiten, die einen Erfolg verhindern.“

Bernd Schneider (D2 AMG Mercedes), 2. Platz: „Ich bin mit dem zweiten Platz zufrieden, denn Uwe Alzen hat schon im Qualifikationsrennen mächtig Druck gemacht. Als ich ihn von hinten anfliegen sah habe ich mir gedacht, lieber nichts zu riskieren und Platz zwei zu sichern, denn Uwe hat mit dem Ausgang in der Meisterschaft wohl nichts mehr zu tun. Nach dem Ausfall von meinem härtesten Widersacher Marcel Fässler reichen mir die 15 Punkte, um ruhig in die Zukunft zu blicken. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass der Vorsprung in der Meisterschaft nicht beruhigend wäre. Daher kann ich jetzt auf Nummer sicher gehen und einfach ohne Druck meine Rennen fahren und dabei nur die Konkurrenz beobachten. Dank an das gesamte HWA-Team, denn ich hatte das gesamte Wochenende über ein perfektes Auto.“

Marcel Tiemann (Eschmann Stahl AMG Mercedes), 3. Platz: „Ich bin sehr glücklich, dass ich mich mit dem dritten Platz, meinem besten Ergebnis in der DTM überhaupt, nochmals verbessern konnte, nachdem ich schon am Sachsenring Vierter war. Das ist ein schönes Abschiedsgeschenk und öffnet mir vielleicht noch einmal die Tür zu einer Rückkehr. Das ganze Wochenende lief für mich sehr gut, es hat einfach alles gepasst. Gegen Rennende musste ich aufpassen, weil die Bremse sehr weich geworden war. Ich habe mich dann entschieden, das Rennen über den Rückspiegel zu kontrollieren.“

Joachim Winkelhock (Opel Team Holzer), 4. Platz: „Ich habe kein Problem damit, das Podium knapp verpasst zu haben. Was mich besonders freut ist die Tatsache, dass wir den Speed der Konkurrenz über weite Strecken mitgehen konnten. Ich will aber nicht zu euphorisch sein, denn wir haben noch einiges zu tun. Zum Schluss habe ich aber arge Bremsprobleme bekommen. Außerdem hatte ich wegen des dauernden Pumpens Schmerzen in den Beinen. Deshalb bin ich froh und glücklich, den vierten Platz gerettet zu haben. Ich bin nach dem heutigen Rennen davon überzeugt, dass wir unsere Gegner noch öfters ärgern können.“

Norbert Haug (Sportchef Mercedes-Benz): „Großes Kompliment an Uwe Alzen. Einen Bernd Schneider auszubremsen, zu überholen und dann anschließend dem ständigen Druck stand zu halten, das verdient allen Respekt. Das ist sicher nicht leicht und bisher auch nur Marcel Fässler einmal gelungen. Man muss jedem Fahrer einen gewissen Eingewöhnungsprozess zugestehen. Ich habe mit Uwe Alzen an diesem Wochenende ein langes Gespräch geführt und ihm dabei auch klar gemacht, dass weniger auch einmal mehr sein kann. Zusammen mit unserem Konstrukteur Gerhard Ungar hat er sich ein siegfähiges Paket erarbeitet. Obwohl Uwe schon vor einigen Jahren einmal für uns gefahren ist, war es sein erster Sieg für Mercedes. Da müssen wir natürlich noch einmal eine Flasche Schampus öffnen.“

Volker Strycek (Sportchef Opel): „Ich freue mich besonders darüber, dass wir die Plätze vier (Winkelhock), sechs (Bartels) und acht (Reuter) nicht durch glückliche Umstände geschenkt bekommen haben. Wir sind am gesamten Wochenende auf den Positionen gefahren, die wir nun auch erzielt haben. Wir haben in den letzten Wochen endlich den Speed gefunden, um solche Resultate zu erzielen, sind aber immer noch nicht siegfähig.
Aber daran wird natürlich weiterhin hart gearbeitet. Was mir nicht gefallen hat ist die einmal mehr aggressive Startphase. Da müsste Renndirektor Roland Bruynseraede in Zukunft härter durchgreifen.
Heute war nicht nur ein Opel-Tag, sondern auch einer für die DTM. Die vielen Aktionen rund um das Renngeschehen, den Donut-Contest, die Ferrari-Demofahrten oder die Drift-Challenge, haben den vielen Zuschauern sicher richtig Spaß bereitet und sind genau das, was der Fan an Unterhaltung sehen möchte.“

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt Sportsline): „Laurent Aiello ist sicherlich hart gefahren, aber das muss man wohl auch, wenn man auf dem 19. Startplatz steht. In der Boxengasse war er etwas zu spät auf der Bremse. Da war er wohl wegen des schlechten Startplatzes etwas übermotiviert und hat durch die beiden Stop-and-Go-Strafen wegen Boxenspeeding wichtige Punkte verschenkt. Das kann, sollte aber nicht passieren. Die Aktion von Michael Bartels gegen meinen Bruder Christian war meiner Meinung nach nicht in Ordnung und sah nach einem Revanchefoul wegen des Vorfalls auf dem Sachsenring aus. Solche Dinge sollte man aber nicht auf der Rennstrecke austragen sondern vernünftig ausdiskutieren. Ich freue mich aber über unsere beiden Junioren Mattias Ekström und Martin Tomczyk, die mit Rang neun und zehn noch in die Punkte gefahren sind.“

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