Stimmen nach dem Zeittraining | DTM.com | Die offizielle Webseite
2001-08-11 17:30:11

Stimmen nach dem Zeittraining

Uwe Alzen (Team Warsteiner AMG Mercedes), 1. Platz:
„Meine gefahrenen Zeiten auf Regenreifen waren schon nicht schlecht, denn ich hatte da schon zweimal die Pole Position inne. Dann habe ich nach Rücksprache mit unserem Chefkonstrukteur Gerhard Ungar kurz vor Ende noch von Regen- auf profilose Reifen gewechselt, weil wir gesehen haben, wie der Kurs Runde für Runde trockener wurde. Dabei war es aber zu Beginn sehr rutschig. Man hat mir über Funk gesagt, ich solle das Auto nur auf der Strecke halten und geduldig abwarten. Trotz eines „big moment“ hatte ich aber alles im Griff und habe mich dabei noch gewundert, wie gut der Mercedes bei diesen Bedingungen fahrbar war. Der Reifenwechsel hat sich voll ausgezahlt - No risk, no fun. Für das Rennen am Sonntag erwarte ich enorm viel Spannung. Es wird mächtig abgehen.“

Marcel Fässler (Team Warsteiner AMG Mercedes), 2. Platz:
„Ich hatte immer Funkkontakt mit meiner Box und habe dabei mitgeteilt, wie der Zustand auf der Strecke war. Wie schon zweimal zuvor in Hockenheim und auf dem Sachsenring war es ein reines Pokerspiel, bei dem ich diesmal zu den glücklichen gehörte. Am Schluss hätte fast jeder auf der Pole Position stehen können.“

Alain Menu (Opel Euroteam), 3. Platz:
„Es ist ein guter Beginn für die zweite Saisonhälfte und eine gute Motivation für das ganze Team. Meine schnellste Runde habe ich 15 Sekunden vor dem Abwinken des Qualifyings begonnen, das war sehr knapp, aber letztendlich entscheidend für die Zeit. Eigentlich habe ich zu früh auf Slicks gewechselt, denn das Auto war bei diesen Bedingungen sehr schwer zu fahren, ein Tanz auf einer Rasierklinge. Ich hatte aber heute das nötige Glück und es hat alles gepaßt. Für das Rennen hoffe ich, die Position halten zu können. Wenn die Bedingungen so wie im Qualifying sind, bin ich auch sehr zuversichtlich. Im Trockenen wird des sicherlich viel schwerer werden.“

Mattias Ekström (Abt Sportsline junior), 9. Platz:
„Natürlich bin ich sehr enttäuscht über meinen neunten Startplatz, denn ich hatte während des Zeittrainings dreimal die schnellste Runde gefahren. Es war zum Schluss ein Pokerspiel, wann gehe ich mit welchen Reifen auf die Strecke. Am Sachsenring lagen wir mit unserer Entscheidung richtig und hier haben wir halt verloren. Beim nächsten Mal sieht es vielleicht wieder anders aus.“

Norbert Haug (Mercedes-Benz Motorsportchef):
„Bei uns hat jeder Fahrer seinen Ingenieur, mit dem er sich abspricht, da brauche ich nicht einzugreifen. Ich habe allerdings vor Beginn des Qualifyings gesagt, dass die Zeiten heute zum Schluss gefahren werden. Es waren auch noch einige andere Fahrer sehr schnell unterwegs, wie zum Beispiel Manuel Reuter oder Marcel Fässler, der bis kurz vor dem Abwinken ganz weit hinten stand. Ich glaube, es war heute nicht nur Glück im Spiel.
Zwei Schweizer unter den ersten drei hat es meines Wissens im internationalen Tourenwagensport noch nicht gegeben. Deshalb müssten wir eigentlich eine Gedenkminute abhalten. Auch Thomas Jäger war heute sehr gut und hat wieder einmal gezeigt, wie konkurrenzfähig das letztjährige Material immer noch ist. Überhaupt gibt es einige Fahrer in der DTM, die sich hinter Bernd Schneider nicht zu verstecken brauchen, auch wenn der schon einige Titel eingefahren hat und auch in diesem Jahr wieder sehr stark ist. Fünf verschiedene Pole-Sitter bei sechs Veranstaltungen sprechen eine deutliche Sprache für das Leistungssvermögen und die Ausgeglichenheit unter den Fahrern.“

Volker Strycek (Opel Sportchef):
„Wir haben die fünfwöchige Sommerpause genutzt, um unser Coupé weiter voranzubringen. Der Aufwärtstrend ist eine logische Konsequenz unserer Arbeit in den letzten Wochen. Drei Fahrer in den Top Ten zu haben, ist für uns das Indiz, auf dem richtigen Weg zu sein und das Auto konkurrenzfähig gemacht zu haben. Auch das Euroteam hat an diesem Wochenende bisher bewiesen, wie es vorwärts geht. Der Reifenpoker war heute für die Startaufstellung sicherlich entscheidend.“

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt Sportsline):
„Wir sind enttäuscht, denn wir hatten uns mehr als die Plätze neun, zehn, elf und 13 ausgerechnet. Am Schluss ist uns einfach die Zeit ausgegangen, um noch die Reifen zu wechseln. Alle unsere Fahrer waren auf Regenreifen unterwegs, weil sie der Ansicht waren, dass es mit Slicks nicht geht. Am Ende wären profilose Reifen doch besser gewesen. Ich muß die Entscheidung der Fahrer aber akzeptieren. So ist das nun mal, wenn das Wetter nicht mitspielt. Wir haben uns ja auch Gedanken gemacht, wie wir die DTM spannender und attraktiver gestalten können. Aber mit so einem Ergebnis wollten wir dazu auch nicht beitragen. Jetzt lautet die Abt-Devise für das Qualifikationsrennen nur noch: Angriff! Da wollen wir ein paar Plätze nach vorne fahren, denn in den Trainingssitzungen haben wir ja gezeigt, dass der EuroSpeedway uns liegt.“

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