Szenen wie nach einem Titelgewinn – Auer wird allseits gefeiert | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-06-06 17:15:00

Szenen wie nach einem Titelgewinn – Auer wird allseits gefeiert

  • Lucas Auer feiert mit seinem Team
  • Gratulation von Mattias Ekström
  • Feierlaune beim Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport
  • Auf dem Podium: Lucas Auer, flankiert von Mattias Ekström und Robert WIckens und Teamchef Peter Mücke

Als er sein Auto am Sonntagnachmittag verließ, musste er offensichtlich jemanden umarmen. Mattias Ekström, der sein Fahrzeug neben ihm im Parc-Ferme abgestellt hatte, kam ihm da gerade recht. Glücklich lagen sich der Österreicher und der Schwede in den Armen. Dann der obligatorische Jubel auf dem eigenen Auto und schon forderten die Medien seine Aufmerksamkeit. Ungläubig blickte Lucas Auer in die Kamera, fasste sich immer wieder an den Kopf – dem Mercedes-AMG-Piloten war soeben historisches gelungen. „Das war der härteste Sieg meines Lebens“ – Auers erster Satz in ein Mikrophon wollte so gar nicht zu den Eindrücken des Sonntagsrennens auf dem Lausitzring passen. Scheinbar spielend leicht war er den Konkurrenten entwischt, lieferte eine schnelle Runde nach der anderen ab und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg – als erster Österreicher in der DTM-Geschichte.

Als Auer das Ziel passiert hatte, spielten sich im Anschluss in der Boxengasse Szenen wie nach einem Titelgewinn ab. Ein glückseliger Peter Mücke war den Freudentränen nahe, sein Team völlig aus dem Häuschen. „Es ist einfach überwältigend. Wenn man das hohe Niveau in der DTM kennt und dann so ein Wochenende erlebt, da gibt es kaum noch eine Steigerung“, sagte Peter Mücke, sichtlich im Fassung bemüht. Zwölf Jahre lang hatte Mücke-Motorsport DTM-Autos ins Rennen geschickt und musste bis zu Auers Glanzleistung auf den ersten DTM-Sieg warten. Minutenlang dröhnten die euphorischen Schläge auf die metallenen Banden der Mechaniker und Ingenieure hinauf zur Haupttribüne des Lausitzrings. Auf dem Podium feierte Auer, genoss die Nationalhymne und die anschließende Champagner-Schlacht in vollen Zügen. Es war die Krönung eines Wochenendes, das der Neffe des ehemaligen Formel-1-Fahrers Gerhard Berger nahezu in jeder einzelnen Session prägte.

„Glückwunsch an Lucas. Er war an diesem Wochenende einfach nicht zu stoppen“, gratulierte Robert Wickens und Auers ehemaliger Teamkollege Gary Paffett ergänzte: „Es hat ein perfektes Wochenende hingelegt.“ Tatsächlich war Auer nach jeder Session unter den Schnellsten. Die drei Freien Trainings beendete er auf den Rängen eins, zwei und fünf; die beiden Qualifyings auf den Rängen fünf und eins; die beiden Rennen auf den Plätzen sieben und eins. Da zollte auch die Konkurrenz gehörig Respekt: „Es freut mich sehr, dass Lucas hier gewonnen hat. Er ist einer von den richtig guten Jungs. Einer, der die DTM in Zukunft prägen kann“, sagte Mattias Ekström, der am Sonntag hinter Auer ins Ziel fuhr. Er war nur einer von zahlreichen Gratulanten. Kaum einer im Fahrerfeld schien ihm den Sieg nicht zu gönnen.

Auch auf seiner Facebook-Seite gingen prombt zahlreiche Glückwünsche ein. Im landestypischen Dialekt „Wir san stolz auf di!!“ oder auf Hochdeutsch „Super gemacht. Ganz großes Kino!!“; „Glückwunsch Lucas. Super Rennen. War schön dir zuzuschauen.“; „Nach Klaus Reisch, Karl Wendlinger Sen. und Karl Wendlinger Jun. der nächste herausragende Kufsteiner Motorsportler! Gratulation - Kufstein ist stolz auf dich!“ Begeistert sind auch die österreichischen Tageszeitungen und Online-Medien. So bringt es die Kronen-Zeitung auf den Punkt: „Lucas Auer hat am Sonntag Motorsport-Geschichte geschrieben.“

Schon bald nach dem Rennen dürfte sich auch sein Onkel, Gerhard Berger, in die Liste der Gratulanten eingereiht haben. Der hatte seinem Neffen mal gesagt, dass er sich gar nicht erst melden brauche, wenn er nicht gewonnen hat. Diese Voraussetzung war am Sonntag erfüllt. Vielleicht ist der 21-Jährige jedoch auch gar nicht zum telefonieren gekommen. Schließlich kündigte Auer im Ziel an: „Heute reißen wir hier alles ab!“

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