Timo Scheider über die bitterste Zeit seiner Karriere | DTM.com | Die offizielle Webseite
2015-09-09 14:30:00

Timo Scheider über die bitterste Zeit seiner Karriere

Timo Scheider darf nach seiner Sperre in Oschersleben wieder im Cockpit Platz nehmen.

Laut eigener Aussage waren die vergangenen Wochen die bitterste Zeit seiner 25 Jahre andauernden Motorsportkarriere. Umso mehr freut sich Timo Scheider darauf, in Oschersleben endlich wieder in seinen Rennwagen steigen zu können. Nach der „Schieb ihn raus“-Affäre in Spielberg und der daraus resultierenden Sperre in Moskau brennt der Audi-Pilot auf seine Einsätze zwischen dem 11. und 13. September in der Magdeburger Börde. Nach dem bisher eher frustrierenden Saisonverlauf – Punkte gab es lediglich bei den beiden Rennen am Lausitzring - möchte der 36-Jährige zeigen, dass nach wie vor mit ihm zu rechnen ist. „Natürlich bin ich mit meiner bisherigen Ausbeute nicht glücklich. Unser Team und unser Auto können mehr. Mein Teamkollege Mike Rockenfeller hat es mit seinem Sieg in Moskau vorgemacht. Ich werde bei meinem Comeback alles geben.“

Scheider war überrascht, welch großes Echo die Vorfälle in der Steiermark in der Öffentlichkeit hervorgerufen haben. „Der Fall wurde ja in allen mir bekannten und zuvor auch unbekannten Medien aufgegriffen. Dass das so hohe Wellen schlägt, damit habe ich nicht gerechnet“, so Scheider. Die vergangenen Wochen seien eine extrem harte Zeit gewesen. „Ob jetzt in den Zeitschriften, Zeitungen, in Sozialen Medien oder beim Gang vor die Haustür – ich habe viele Kommentare einstecken müssen, die doch extrem unter die Gürtellinie gingen.“ Für Scheider, der sich nach eigener Aussage bereits kurz nach den Ereignissen in Spielberg bei allen Beteiligten entschuldigt hatte, seien diese Kommentare das Frustrierendste gewesen. Die Rolle als Zuschauer in Moskau fiel ihm ebenfalls extrem schwer: „Das war schon bitter. Ich hatte mir schon überlegt, die DTM an diesem Wochenende nicht zu verfolgen. Aber, das konnte ich natürlich auch nicht. Dafür ist die Liebe zu meinem Sport einfach zu groß.“

Ein Nebeneffekt dieser Zwangspause: Scheider durfte das erste Mal seit langer Zeit die DTM mal aus einem anderen Blickwinkel verfolgen. „Man muss schon sagen, dass das neue Format die Serie nun viel verständlicher gemacht hat. Die zwei Rennen pro Wochenende finde ich auch als Zuschauer ganz gut. Wobei ich sagen muss, dass der Samstag doch noch Potenzial hat. Das Rennen ohne Boxenstopp bietet für mich zu wenig Action, da sich auch die Überholmanöver in Grenzen halten. Den Sonntag finde ich super.“

In Oschersleben kann er nun wieder selbst dafür sorgen, dass die DTM-Fans bestens unterhalten werden. 2008 feierte Scheider in der Motorsport Arena seinen ersten DTM-Sieg, hat entsprechend gute Erinnerungen an den Kurs: „Ich weiß auch nicht, was es genau ist. Aber, ich finde, diese Strecke und auch das Fahrerlager haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Ich mag Oschersleben unheimlich gerne.“ Bei seinem Comeback wird er dort gleich doppelt gefordert sein. Neben seiner Tätigkeit als Rennpilot betreut er zudem sein eigenes Formel 4-Team. Die Nachwuchsserie ist in der Magdeburger Börde erstmals im Rahmenprogramm der DTM am Start. „Es ist schön, dass sich die Formel 4 auch mal in diesem großen Lichte zeigen kann. Aber mein Fokus liegt an diesem Wochenende klar auf der DTM.“ 

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