Tomczyks Parforce-Ritt in die Punkte | DTM.com | Die offizielle Webseite
2015-10-01 13:30:00

Tomczyks Parforce-Ritt in die Punkte

  • Martin Tomczyk konnte am Samstag in der Eifel nicht an den Start gehen.
  • Am Sonntag fuhr dann vom letzten auf den neunten Platz nach vorne.

Es gibt so Tage, da wäre man lieber im Bett geblieben. Martin Tomczyk hätte sich dies wohl an so einigen Rennwochenenden in der DTM-Saison 2015 gewünscht. Lediglich vier Mal schaffte es der Champion von 2011 in die Punkte und liegt mit 28 Zählern lediglich auf dem 18. Gesamtrang. So sehr sich der 33-Jährige auch mühte, das nötige Glück blieb ihm zu oft versagt - auch am achten DTM-Wochenende auf dem Nürburgring. Wieder glichen Tomczyks Auftritte einem Kampf gegen Windmühlen, ein Problem reihte sich ans nächste. Doch diesmal endete sein Engagement in einem kleinen Happy-End. Aus nahezu aussichtloser Position ging er am Sonntag ins Rennen und schaffte es dennoch in die Punkte.

Bereits am Freitag sah sich das Team Schnitzer mit den ersten Schwierigkeiten konfrontiert. Tomczyk absolvierte im ersten Freien Training am Vormittag noch planmäßig seine Runden – die Zeit ließ jedoch bereits zu wünschen übrig. Er war knapp eine Sekunde langsamer als der Schnellste im Feld und belegte lediglich den vorletzten Rang. Im zweiten Freien Training konnte Tomczyk aufgrund technischer Probleme lediglich elf Runden absolvieren und wurde darüberhinaus von den Rennkommissaren bestraft. Beim Motor seines BMW M4 DTM war die Verplombung aufgrund von Reparaturarbeiten entfernt worden, was eine Rückversetzung in der Startaufstellung auf den letzten Platz zur Folge hatte. Doch damit nicht genug. Die Probleme am Auto erwiesen sich in Folge als so schwerwiegend, das der 33-Jährige im Qualifying lediglich eine Runde absolvierte und im anschließenden Rennen gar nicht teilnehmen konnte.

Am Sonntag dann die Erleichterung: der Wagen funktionierte und Tomczyk konnte an den Start gehen. Da die Strafe jedoch weiterhin Bestand hatte, musste er dies aus der letzten Reihe beginnen. Das tat er dafür jedoch umso beeindruckender: Auf der Innenseite hielt er sich aus dem Gerangel in der ersten Kurve heraus und kassierte gleich ein ganzen Pulk – von Platz 24 hatte er sich nach der ersten Runde bereits auf den 14. Rang nach vorne geschoben. In der Folge lief es bei ihm weiterhin wie am Schnürchen. Erst schnappte er sich António Félix da Costa um wenig später auch Maxime Martin für Platz zwölf zu überholen. Einen Platz, den er auch nach den Boxenstopps noch inne hatte. Hinter Mattias Ekström setzte er seine Aufholjagd fort. Nach 26 Runden kassierte der vor ihm fahrende Glock nach einer Attacke gegen Daniel Juncadella eine Drive-Trough-Strafe – Tomczyk war nun Elfter. In der 34. Runde gelang der Sprung in Punkteränge: Mattias Ekström setzte in der Schikane zum Angriff auf Juncadella an und geriet mit dem Spanier aneinander. Tomczyk nutzte seine Chance, ging innen an beiden vorbei und sicherte sich den neunten Rang, den er sicher ins Ziel brachte.

Nach der Zieldurchfahrt konnte ein arg gebeutelter Tomczyk endlich mal wieder strahlen: „Ich kann meinem Team für die harte Arbeit an meinem Auto gar nicht genug danken. Ich hoffe, mit meinem Rennen am Sonntag konnte ich allen etwas für ihre Mühen zurückgeben. Für mich hat sich heute die Maxime bestätigt, dass man im Motorsport niemals aufgeben darf. Nachdem ich am Samstag nicht starten konnte und am Sonntag vom letzten Platz ins Rennen gehen musste, ist diese Aufholjagd bis in die Punkteränge ein ganz besonderer Lichtblick für mich. Ich habe tolles Racing auf der Strecke in einem fantastischen Auto erlebt. Darüber freue ich mich sehr.“

 

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