Topspeed gegen Bremse | DTM.com | Die offizielle Webseite
2000-07-06 18:29:35

Topspeed gegen Bremse

Opel hatte in Oschersleben eindeutig mehr Topspeed als Mercedes. Doch eine Vorentscheidung für den Norisring ist dadurch für Opel-Werkspilot Manuel Reuter keineswegs gefallen: "Die Bremse spielt auch eine Rolle, und da hat Mercedes einen leichten Vorteil."

Opel oder Mercedes - wer hat die besseren Karten im "Klein-Monaco am Dutzendteich"? "Jeder fängt bei Null an", sagt Manuel Reuter und relativiert den Vorteil durch den besseren Topspeed. Auch für Phoenix-Teamchef Ernst Moser ist der Ausgang der beiden Läufe in Nürnberg völlig offen. "Man sollte nie seine Gegner unterschätzen, Mercedes war schon immer gut im Nachlegen", weiß Moser aus eigener Erfahrung. Dass Mercedes im Augenblick eher tiefstapelt und Opel in die Favoritenrolle drängt, sieht Moser völlig gelassen. "Es scheint so, dass wir diese Rolle übernehmen sollen, aber ein Problem haben wir damit nicht."

Viele Ersatzteile im Gepäck
Auch wenn Phoenix wie alle anderen Teams seit Oschersleben nicht mehr getestet hat, fühlt sich Reuter gut vorbereitet auf die dritte Veranstaltung der Saison: "Bei Opel hat man alles getan, was möglich ist, und für mein eigenes Team habe ich auch ein gutes Gefühl."

Auch für eine Bekanntschaft mit der Leitplanke auf dem engen Stadtkurs ist das Team gewappnet. "Alles einfach gut vorbereiten, viele Ersatzteile beschaffen, dass man schnell reagieren kann, wenn es mal zu einem Kontakt mit einer Mauer kommt. Wir haben auch versucht, die Bremsenkühlung zu optimieren", so beschreibt Moser die Vorkehrungen seines Rennstalls. Opel war auch im Windkanal und hat noch etwas "Feintuning" betrieben, wie Reuter verrät.

Kompromiss beim Set-up
Bei der Abstimmung der Fahrzeuge müssen auf dem Norisring einige Besonderheiten beachtet werden: "Der Stadtkurs hat schon seine Eigenheiten, und dementsprechend passt man sich an. Wenig Grip und die unebene Bremszone am Dutzendteich erfordern ein besonderes Set-up", erklärt Moser und geht ins Detail: "Wir werden einen Kompromiss suchen. Die hohe Abtriebsvariante werden wir mit Sicherheit nicht fahren." Phoenix setzt also auf weniger Grip in den Kurven und mehr Speed auf den Geraden.

Für den 38-jährigen Reuter spielt die erste Abstimmung eine wesentliche Rolle: "Durch den engen Zeitplan am Samstag ist das Start-Set-up sehr wichtig. Wer da daneben liegt, kann nur schwer aufholen. Zwischen dem ersten und zweiten Training hat man nur eine Stunde Zeit, und große Umbauten sind nicht möglich."

Auspannen als Vorbereitung
Der in Österreich lebende Hobby-Triathlet geht das Rennwochende ganz gelassen an. Eine Woche lang hat er zu Hause ausgespannt. Völlig tatenlos wird er dabei aber mit Sicherheit nicht gewesen sein, zumal die Hitze in den Cockpits eine gute Kondition verlangt.

Bei Phoenix versucht man, die Temperaturen im Innenraum des Opel Astra V8 Coupé nicht so hoch ansteigen zu lassen wie in Oschersleben. "Wir arbeiten daran, mehr Luft ins Auto zu bekommen. Die Wettervorhersage ist auch beruhigend. Wenn wir nur 20 Grad haben, dann wird sich das Thema von selbst erledigen", hofft Teamchef Moser. Für seinen Piloten Reuter ist die Hitze aber "nach wie vor ein Thema, in Oschersleben hatten wir auch nur 25 Grad".

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