Turbulent, fesselnd, mitreißend - Mortara feiert Auftaktsieg | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-05-07 16:45:00

Turbulent, fesselnd, mitreißend - Mortara feiert Auftaktsieg

  • Edoardo Mortara legte beim Start den Grundstein für seinen Sieg
  • Robert Wickens feierte den zweiten Rang vor dem Pole-Sitter Nico Müller.
  • Der Dreher von Augusto Farfus war nur der Anfang. Zahlreiche Kollisionen prägten das Auftaktrennen.

Es war mitreißend, fesselnd und lieferte das erhoffte Spektakel. Das DTM-Auftaktrennen am Hockenheimring forderte von Mensch und insbesondere dem Material einen hohen Tribut. So überschlugen sich vor allem im ersten Renndrittel die Ereignisse – acht Autos blieb die Zielankunft am Samstag verwehrt. Harte Zweikämpfe, entschlossene Duelle und jede Menge Positionskämpfe – ein dramatischer Rennverlauf, in dem schon auf der Strecke Freud und Leid dicht beieinander lagen. Der wahrscheinlich freudigste Mensch in Hockenheim war am Ende der Sieger: Edoardo Mortara. Durchgeschwitzt nahm der Audi-Pilot die Glückwünsche seines Teams entgegen. „Das ist ein fantastischer Start in die Saison. Im vergangenen Jahr war ich hier schon schnell – jetzt hat es endlich mit dem Sieg geklappt – wirklich sehr cool“, sagte Mortara mit einem erschöpften Lächeln. Auf dem Podium versuchte er nochmals seine Kräfte zu mobilisieren, zog bei der Champagnerschlacht mit dem Zweiten Robert Wickens und dem Dritten Nico Müller dennoch klar den Kürzeren.

Es waren die ersten fünf Runden, die über die Positionen auf dem Siegertreppchen entschieden. Der Pole-Sitter Nico Müller erwischte in seinem Audi einen verhaltenen Start, weshalb Edoardo Mortara mit seinen vorzüglichen ersten Metern vom zweiten Platz am Schweizer vorbeiging. „Ich habe es am Start versemmelt. Natürlich wollte ich meine perfekte Ausgangssituation zum Sieg nutzen“, sagte Müller. „Aber trotzdem bin ich mit meinem ersten Podiumsplatz in meiner DTM-Karriere super zufrieden.“ Robert Wickens aber hätte aufgrund seines breiten Grinsens im Ziel auch durchaus als Sieger durchgehen können: „Es ist ein Traum. Im ersten Lauf des Jahres auf dem Podium zu stehen ist fantastisch. Es war ein extrem hartes Rennen.“ Der Kanadier hatte in der ersten Runde hart zu kämpfen, büßte zunächst eine Position im Kampf mit Jamie Green ein, eroberte sich seinen dritten Startplatz aber noch vor der ersten Zielüberquerung zurück. In der fünften Rennrunde setzte Wickens dann die entscheidende Attacke, kassierte Müller und verteidigte den zweiten Rang bis ins Ziel.

Bis zu Wickens Manöver waren bereits fünf denkwürdige DTM-Rennrunden absolviert. Hinter den drei Führenden ging es mit harten Bandagen zur Sache. Als ersten erwischte es Timo Scheider, der nach einer harten Kollision mit António Félix da Costa das Rennen mit demolierter Motorhaube in der Box beenden musste. Zuvor hatte bereits der DTM-Neuling Esteban Ocon das Auto von Augusto Farfus in der Spitzkehre gedreht und musste aufgrund dieses Missgeschicks das Rennen nach weiteren vier Runden beenden. Für Ocons Markenkollegen Daniel Juncadella war der Lauf ebenfalls vor der fünften Runde beendet. Zunächst rempelte der Spanier Tom Blomqvist unsanft in einen Dreher und geriet wenig später mit Timo Glock äußerst unsanft aneinander – das Aus für beide. Auch für Adrien Tambay und Mike Rockenfeller war das Rennen früh beendet. Rockenfeller war zunächst gut gestartet, infolge eines Duells mit Bruno Spengler jedoch mit beschädigter Radaufhängung an die Box gefahren. „Ich bin super enttäuscht“, so Rockenfeller, der sich bei dem 100. DTM-Rennen seiner Karriere eine Menge vorgenommen hatte und zum Zeitpunkt seines Ausfalls auf einem aussichtsreichen sechsten Platz lag. „Ich wollte Bruno überholen, doch der hat die Tür zu gemacht. Ein bisschen blöd von ihm. Aber, wir sehen uns ja wieder.“

Turbulent verlief das Rennen auch für den Vorjahressieger Jamie Green. Nachdem er den frisch eroberten dritten Rang an Wickens wieder abgeben musste, erwischte es den Briten knüppeldick. Christian Vietoris, Paul Di Resta und Marco Wittmann stürzten sich im Rudel auf den orangenen Audi Greens, der daraufhin die Ideallinie verlor, weit von der Streck abkam und bis auf den 16. Platz abrutschte. Vietoris und Di Resta konnten sich nach einigen weiteren kleinen Auseinandersetzungen, zunächst mit Bruno Spengler im Schlepptau, etwas vom Rest des Feldes absetzten. Und sie taten gut daran. Während Di Resta in der 21. Runde Vietoris überholte, ihn und Spengler im Ziel auf die Plätze fünf und sechs verwies – wurde um die Plätze sieben bis zwölf erbittert gekämpft: Gary Paffett, Maxime Martin, Mattias Ekström, Lucas Auer, Miguel Molina und António Félix da Costa wechselten immer wieder untereinander die Positionen – nicht ohne mehrfach aneinanderzugeraten.

Im Ziel durften Félix da Costa, Martin, Ekström und Molina sich über die Plätze sieben bis zehn freuen – für Auer und Paffett gab es kein Happy End. Auer, der vom letzten Platz gestartet war, fuhr zwischenzeitlich sogar auf Rang acht, krachte dann aber ins Heck seines ehemaligen Teamkollegen Paffett. Während für Auer das Rennen in der Box beendet war, rettet sich Paffett auf den elften Platz.

Der Auftakt war von heftigen Positionskämpfen und jede Menge extremen Lackaustausch geprägt. Maximilian Götz war der achte Pilot, der es nicht ins Ziel schaffte und eine von zwei Slow-Zone-Phasen in der Anfangsphase auslöste. Mortara, Wickens und Müller war es am Ende egal. Während Wickens im Sonntagsrennen nach dem Sieg greifen möchte und Mortara den seinigen wiederholen will, verspricht Müller vor allem eines: „Wir werden den Fans auch morgen wieder eine super Show bieten!“

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