Vorteil Mercedes-Benz | DTM.com | Die offizielle Webseite
2000-08-20 18:01:35

Vorteil Mercedes-Benz

Mit einem souveränen Doppelsieg hat Bernd Schneider die Weichen klar in Richtung Meistertitel gestellt. Weil Opel in der verregneten Eifel daneben griff, rückte Klaus Ludwig auf den zweiten Tabellenrang nach vorn.

Selbst Altmeister Klaus Ludwig konnte die Tour de Triumph nur teilweise analysieren. "Bernd fuhr heute seine eigenen Rennen", lobte der 50-jährige Mercedes-Pilot seinen Markenkollegen Bernd Schneider, den überragenden Doppelsieger vom Nürburgring. "Er hatte ein perfektes Auto – und ist wohl auch zwei perfekte Rennen gefahren. Er hat absolut keinen Fehler gemacht – zumindest nicht so lange, wie ich ihn noch sehen konnte. Aber das war nicht allzu lange."

Denn im ersten Lauf hängte Schneider den Sachsenring-Doppelsieger um exakt 26,743 Sekunden ab, im zweiten Lauf brummte er ihm immer noch 11,614 Sekunden auf. Beide Male auf nasser Fahrbahn, im letzten Durchgang allerdings auf abtrocknender Piste, wodurch die Regenreifen extrem belastet wurden. "Ich habe mir die nach dem Rennen noch mal genau angeschaut – normalerweise würden die bei solchen Bedingungen schon Blasen werfen. Aber die Dunlop-Reifen waren noch einwandfrei in Ordnung." Schneiders Schlussfolgerung: "Ich muss jetzt mal Dunlop loben – nach all der Kritik, die die in letzter Zeit einstecken mussten."

Weil Schneider zweimal die volle Punktzahl kassierte und jeweils von einem Rudel Mercedes-Mannen verfolgt wurde, vergrößerte sich sein Vorsprung auf Opel-Speerspitze Manuel Reuter auf beruhigende 51 Zähler. Doch jetzt hat der Saarländer einen neuen Verfolger: Klaus Ludwig, vor den Toren seines am Sonntag regnerischen Jagdreviers zweimal Zweiter. Ludwigs Punktekonto weist einen Rückstand von 42 Zählern auf Schneider auf.

"Realistisch hatte ich keine Chance, Schneider gefährlich zu werden", räumte der Altmeister ein. "Unsere Autos scheinen im Regen mit einem Trocken-Set Up sehr gut zu funktionieren – besser als die Opel. Das haben wir schon lange geahnt. Weil es wirklich erst unmittelbar vor dem Start zum ersten Lauf zu regnen begann, haben wir an Fahrwerk gar nichts mehr verändert. Man könnte Federn, Dämpfer und Stabis umstellen – aber wir haben gar nichts umgebaut."

Ludwigs 24-jähriger Teamkollege Marcel Fässler komplettierte mit zwei dritten Rängen den Total-Erfolg von Mercedes und dem Team von Hans Werner Aufrecht. Und das, obschon der Schweizer seinen CLK im Warm Up noch nachhaltig zerknüllt hatte. Fässler gab zu, dass er "nach dem sehr dummen Fehler von mir, der ganz klar auf meine Kappe ging", zunächst noch etwas unsicher durch die Gischt stach: "Als der Regen kam, war ich ziemlich froh. Ich hatte aber schon den Hintergedanken, wieder von der Strecke abzukommen." Dass er vom elften Startplatz bis auf Rang drei nach vorn schwamm, quittierte der Eidgenosse mit freudiger Erregung: "Ich war ein bisschen überrascht. Aber Bernd Schneider hat mir nach dem Qualifying noch gesagt, dass es bei ihm auf dem Sachsenring von Startplatz elf bis auf Rang drei ging – ich war also irgendwie vorbereitet."

Berichte vom Rennen:
Vorteil Mercedes-Benz
Phoenix und die verregnete Eifel
War das eine Vorentscheidung?
Opel stand im Regen
Runde für Runde 2. Rennen
Runde für Runde 1. Rennen

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen