Wickens glänzt - Wittmann feiert – Mortara fällt zurück | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-07-16 18:45:00

Wickens glänzt - Wittmann feiert – Mortara fällt zurück

  • Robert Wickens legte einen blitzsauberen Hattrick am Samstag hin: Pole-Position, schnellste Rennrunde und Sieg.
  • Mit über sieben Sekunden Vorsprung überquerte der Kanadier die Ziellinie.
  • Vergeblich versuchte Christian Vietoris Marco Wittmann für den zweiten Platz zu überholen.
  • Jamie Green fuhr als Fünfter als bester Audi-Pilot über die Ziellinie.
  • Mattias Ekström biss sich an António Félix da Costa im Kampf um Platz sechs die Zähne aus

Fehlerlos, absolut dominierend und beängstigend schnell - Robert Wickens fuhr am Samstag auf dem Circuit Park in Zandvoort in einer eigenen Liga. Der Kanadier hatte sich im Qualifying die Pole-Position gesichert und nutze diese für einen tadellosen Ritt durch die Dünen an der niederländischen Nordseeküste. Mit einem beträchtlichen Vorsprung von über sieben Sekunden überquerte der Mercedes-AMG-Pilot die Ziellinie, fuhr die schnellste Runde im Feld (1:32.841 Minuten) und ließ über 25 Runden nie den geringsten Zweifel an seinem Sieg aufkommen. „Unglaublich! Danke Leute“, jubelte Wickens über den Teamfunk und fügte nach der feucht-fröhlichen Siegerehrung hinzu. „Ich hatte hier in Zandvoort in der Vergangenheit nicht sehr viel Glück, umso schöner ist der Erfolg heute. Das Auto war heute nahezu perfekt, auch wenn das Rennen deutlich schwerer war, als es vielleicht von außen ausgesehen hat.“ Mit dem Kanadier durften Marco Wittmann und Christian Vietoris bei der Siegerehrung  feiern. Beide lieferten sich über das komplette Rennen hinweg einen verbissenen Kampf um den zweiten Platz. Wittmann hatte am Ende die Nase vorn, baute seine Gesamtführung nach dem neunten der insgesamt 18 DTM-Rennen des Jahres 2016 aus und sicherte sich mit nun 93 Punkten den inoffiziellen Titel des ‚Halbzeit-Champions‘.

Bis zur zehnten Runde konnte der BMW-Pilot das Tempo des Spitzenreiters mitgehen, fiel nach einer Slow-Zone-Phase im zweiten Sektor – Augusto Farfus hatte sein Auto verloren und war in die Leitplanken eingeschlagen – jedoch aus dem DRS-Fenster. „Ich habe meine Reifen nicht mehr so richtig auf Temperatur gebracht“, schilderte Wittmann, der sich bis ins Ziel in erster Linie mit dem Geschehen hinter sich beschäftigen musste. Dort sorgte Christian Vietoris für gehörige Action, klebte rundenlang am Heck des BMW. Trotz DRS-Vorteil fand der Mercedes-AMG-Pilot jedoch keinen Weg vorbei. „In den Kurven war Marco sehr langsam, auf den Geraden aber sehr schnell. Deshalb habe ich ihn am Ende der langen Start-Ziel-Gerade nicht überholen können“, sagte Vietoris, dem zwei Runden vor dem Ende das Podium noch aus den Händen zu gleiten schien. Markenkollege Gary Paffett zog an ihm vorbei, ließ ihn in der letzten Runde aber wieder nach vorne. „Wir haben versucht, Marco irgendwie zu bekommen und ich hatte kein DRS mehr. Aber weder Gary noch ich waren dazu in der Lage“, erklärt Vietoris. „Trotzdem freue ich mich natürlich sehr über diesen dritten Platz. Wir waren am Lausitz- und am Norisring schon dicht vor dem Podium, jetzt hat es endlich geklappt.“

Während Wittmann seinen zweiten Rang mit Mühe verteidigte, zog Wickens an der Spitze unaufhaltsam davon. Anfang der 20. Runde waren es bereits über fünf Sekunden im Ziel dann sogar über sieben. Durch seine Galafahrt schiebt sich der Kanadier in der Gesamtwertung mit nun 83 Punkten auf den zweiten Platz nach vorne. Diesen hatte vor dem Start noch Edoardo Mortara inne. Doch diesem wurde die erwähnte Slow-Zone-Phase zum Verhängnis. Statt der in dieser erlaubten 80 km/h wurde sein Audi mit 88 km/h gemessen. Mortara wurde mit einer Drive-Through-Strafe belegt, die ihm seinen sechsten Rang kostete – Platz 17 im Ziel. Dass Markenkollege Nico Müller aufgrund desselben Vergehens bestraft wurde und Adrien Tambay nach einem unverschuldeten Zusammenstoß mit Maximilian Götz nach dem Start nicht einmal die erste Kurve erreichte, spiegelt das Abschneiden der Ingolstädter am Samstag passend wider. Lediglich Jamie Green (Platz fünf)  - der mit nun 73 Punkten in der Gesamtwertung mit  Mortara auf dem dritten Platz gleichzieht - und Mattias Ekström (Platz sieben) schafften den Sprung in die Punkte. Der Schwede hatte ein ähnliches Los wie Vietoris gezogen, kämpfte über das komplette Rennen mit António Félix da Costa, fand aber ebenfalls keinen Weg vorbei. So durfte sich der Portugiese als zweitbester BMW-Pilot über den sechsten Platz freuen.

Erleichtert dürfte zudem das Mercedes-AMG-Duo Daniel Juncadella und Esteban Ocon sein. Beide waren die einzigen Piloten, die in dieser Saison noch keinen Punkt sammeln konnten. In Zandvoort fuhr der Spanier auf den achten Platz und Rookie Ocon kassierte mit dem neunten Rang die ersten Punkte seiner DTM-Karriere. Damit erbrachten sie einen weiteren Beweis für die Leistungsdichte in der DTM, die Wickens mit seinem ersten Erfolg in dieser Saison nochmals untermauerte. Der Kanadier ist der achte Fahrer, der sich im neunten Rennen dieses Jahres auf der obersten Stufe des Podiums feiern lassen durfte.

Vor dem zweiten Rennen (So. ab 13:40 Uhr) auf dem Circuit Park hat sich nichtsdestotrotz Marco Wittmann ein wenig in die Favoritenrolle geschoben, zumal er am Sonntag noch eine Stufe höher klettern möchte: „Vielleicht drehen wir das Blatt zu unseren Gunsten.“ Etwas, das Wickens um jeden Preis verhindern will. „Ich werde jetzt einen Salat essen und mich dann mit meinem Team auf die morgige Aufgabe vorbereiten. Auch wenn es heute sehr gut lief – es gibt kein Auto, das man nicht noch verbessern könnte“, kündigte der Kanadier an.

 

 

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