Wittmann spielt am Samstag alles in Karten | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-09-10 15:30:00

Wittmann spielt am Samstag alles in Karten

  • Champagner-Schlacht der Sieger
  • Die erfolgreichen Autos im Parc-Fermé.
  • Daniel Juncadella ärgerte die Audi von Green und Mortara am Start, während Wittmann und Blomqvist davonzogen.
  • Mit über sieben Sekunden sicherte sich Wittmann den Sieg.

Packender Start, ein turbulenter Mittelteil und ein Tabellenführer, dem alle Ereignisse in die Karten spielten. Marco Wittmann hat seine Gesamtführung im Samstagsrennen auf dem Nürburgring ausgebaut. Der Champion aus dem Jahr 2014 spulte eine souveräne Runde nach der anderen ab und überquerte letztlich mit über sieben Sekunden Vorsprung nach 30 Runden die Ziellinie, verlieh seiner Freude - für ihn ungewöhnlich intensiv – über den Funk Ausdruck und stürzte sich kurz darauf in die Jubeltraube seines Teams. „Ein supertolles Rennen. Ich hatte einen perfekten Start, bin wunderbar in die erste Kurve gekommen. Zugleich konnte ich eine erste Lücke reißen, weil es hinter mir Clinch gab“, sagte Wittmann. „Danach musste ich das Rennen nur noch nach Hause fahren. Ein ganz emotionaler Erfolg für mich. Zum einen kommt mein Team RMG aus der Region, zum anderen hat mir dieser Erfolg im Kampf um den Titel natürlich sehr geholfen.“

Großen Anteil an diesem Erfolg hatte auch BMW-Kollege Tom Blomqvist. Der Brite mimte den perfekten Bodyguard und hielt seinen zweiten Startplatz bis ins Ziel, musste dabei jedoch sein ganzes Können zeigen. „Mein Start war sehr gut, aber dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht und bin aus dem DRS-Fenster zu Marco gefallen. Das war der Moment, an dem das Rennen für mich echt hart wurde“, so Blomqvist, der sich in erster Linie zunächst gegen Jamie Green und dann gegen Edoardo Mortara behaupten musste. In der 15. Runde gipfelte der Kampf um den zweiten Rang in einem turbulenten Scharmützel, an dem gleich fünf Autos beteiligt waren.

Ehe es soweit war, lieferten sich Green und Mortara ein hartes Startduell mit Daniel Juncadella. Der Mercedes-AMG-Pilot zeigte die bessere Reaktion und ging zwischen den aus der zweiten Reihe gestarteten Audi-Piloten für den dritten Platz vorbei. Doch beide konnten kontern, und eroberten ihre Startplätze nach wenigen Kurven zurück. Zunächst versuchte sich Green in der Folge vergeblich an Blomqvist, nach zwölf Runden wurde Mortara diese Aufgabe zuteil – die beiden Audi tauschten die Plätze.

Mortara setzte Blomqvist mächtig unter Druck, während Green hinter ihm mit Daniel Juncadella und Bruno Spengler zu kämpfen hatte. In Runde 15 setzte Mortara dann den Angriff in der Veedol-Schikane, musste dabei jedoch abkürzen, weil Blomqvist ihm keinen Raum ließ. Mortara ging mithilfe der Abkürzung aber vorbei, ließ den Briten dann aber folgerichtig wieder überholen. Ein Vorgang den gleich mehrere Piloten für sich nutzen wollten: Juncadella, der zuvor Green überholt hatte, und auch Green und Spengler witterten ihre Chance. Wilde Duelle und zahlreiche Positionswechsel waren auf rund 1,5 Kilometern die Folge. Das Geschehen beruhigte sich erst, als es zu einem minimalen Kontakt zwischen Spengler und Juncadella kam: Juncadella drehte sich, Spengler wurde mit einer Drive-Through-Strafe belegt – das Ende aller Punktehoffnungen für beide. Für Blomqvist, Mortara und Green ging das Rennen auf den Positionen zwei, drei und vier weiter.

In der letzten Runde musste Mortara schließlich seinen dritten Platz für Green räumen. „Ich habe Edoardo zunächst vorgelassen, also haben wir am Ende wieder zurückgetauscht. Schade, dass es auch Edoardo nicht geschafft hat, an Tom vorbeizugehen“, sagte Green. Der Italo-Schweizer hatte alles versucht und entschuldigte sich noch in seinem Auto bei Team und Hersteller: „Sorry Leute. Ich wollte es unbedingt schaffen und habe es dabei vielleicht ein wenig übertrieben.“

Da der Meisterschaftszweite Robert Wickens sich vom 13. Startplatz nur auf Rang neun verbessern konnte – hinter Paul Di Resta (Platz sechs) und Lucas Auer (Platz sieben) drittbester Mercedes-AMG-Pilot wurde - hat Wittmann seinen Vorsprung in der Fahrerwertung ausgebaut. Der BMW-Pilot hat nun 155 Punkte gesammelt, Wickens derer 120. „Quatsch, Marco ist noch lange nicht durch. Es sind noch fünf Rennen und genug Punkte zu vergeben“, gibt sich der Dritte der Gesamtwertung, Green (119 Punkte), weiter kämpferisch. Und auch Wittmann weiß: „Entschieden ist noch gar nichts. Die bisherige Saison war ein ständiges Auf und Ab mit vielen verschiedenen Siegern und vielen überraschenden Rennen. Der Weg ist für mich noch sehr, sehr lang.“

Am Sonntag kann er einen weiteren Schritt auf diesem unternehmen. Nach dem Sonntags-Qualifying (ab 12:50 Uhr) geht das zweite Rennen ab 15:10 Uhr auf dem Nürburgring über die Bühne. Und es würde wenig überraschen, wenn beim 14. Rennen des Jahres wieder ganz andere Protagonisten auf dem Podium Champagner versprühen. 

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