Wittmann und BMW brillieren – nur Mortara behaupten sich | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-05-21 18:15:00

Wittmann und BMW brillieren – nur Mortara behaupten sich

  • Der Sieger Marco Witmann lässt sich feiern.
  • Marco Wittmann verteidigt seine Führung gegen Tom Blomqvist.
  • Paul Di Resta verteidigt seinen siebten Startplatz und die Führung in der Gesamtwertung.
  • Edoardo Mortara im Duell mit Timo Glock.

Der dritte DTM-Lauf des Jahres war fest in BMW-Hand. Fünf Piloten in Fahrzeugen aus München fuhren beim Samstagsrennen in Spielberg unter den besten Sechs ins Ziel. Einzig Edoardo Mortara konnte sich in seinem Audi im weiß-blauen Rudel behaupten, erkämpfte sich die dritte Stufe des Siegerpodests. Ganz oben jubelte der DTM-Champion von 2014, Marco Wittmann, der den jungen Herausforderer, Tom Blomqvist, nach 30 Runden mit 0,7 Sekunden auf den zweiten Rang verwies. Obwohl die Reihenfolge an der Spitze bereits nach der ersten Kurve Bestand hatte, blieb es stets spannend. Über das 40-minütige Rennen betrug der Abstand zwischen den ersten Dreien nie mehr als zwei Sekunden. „Meine Pole-Position und mein guter Start waren der Schlüssel. Ein großartiger Sieg nach einer längeren Durststrecke. Ein super Gefühl, nach dem enttäuschenden Wochenende in Hockenheim so zurückzuschlagen“, sagte der glückliche Sieger.

Der 70. BMW-Erfolg im 250. DTM-Rennen des Herstellers nahm bereits nach der ersten Kurve Gestalt an. Pole-Sitter Wittmann und Blomqvist kamen sehr gut vom Fleck und verteidigten ihre Positionen. Gerne hätte dies auch Adrien Tambay von sich behauptet. Der Start des Franzosen aber lief nicht optimal, von Platz drei ging es zurück auf den sechsten Rang. Mortara, Timo Glock und Martin Tomczyk – der sich auf einen Schlag um drei Plätze verbesserte – gingen am Audi-Piloten vorbei. Tambay konnte in der Folge die Pace der Spitzengruppe nicht mitgehen und beendete das Rennen als zweitbester Audi-Pilot auf dem achten Rang. 

Am härtesten erwischte es in der ersten Rennrunde jedoch Mattias Ekström. Während eines Dreikampfs mit den beiden BMW-Fahrern Maxime Martin und António Félix da Costa, wurde er von Martin angestoßen und drehte sich um sich selbst. Ekström konnte das Rennen zwar fortsetzen, musste dem Feld jedoch lange hinterherfahren und kam letztlich als Sechszehnter ins Ziel. Für das BMW-Duo ging es im Gegenzug weiter nach vorne. Zunächst überholten sie Paul Di Resta, wenig später fielen sie gemeinsam über Tambay für Platz sechs und sieben her. Während Martin seinen sechsten Platz ins Ziel brachte, hatte das Überholmanöver für Félix da Costa Folgen.

Kurz zuvor hatten sich die beiden Mercedes-Benz-Piloten Christian Vietoris und Daniel Juncadella nach einer Kollision gegenseitig aus dem Rennen genommen und im zweiten Sektor für Gelbe-Flaggen gesorgt. Genau in dem Bereich, in dem der Portugiese an Tambay wenig später vorbeiging. Eine Durchfahrtsstrafe war die Folge. Félix da Costa verabschiedete sich aus den Top 10 und beendete das Rennen auf dem 22. Rang.

Die Kollision zwischen Vietoris und Juncadella war sinnbildlich für das Abschneiden der Stuttgarter. Wie schon im Qualifying fehlte die Pace, Paul Di Resta gelang es immerhin seinen siebten Startplatz und damit auch seine Führung in der Fahrerwertung zu verteidigen. Als zweitbester Mercedes-Pilot verpasste Robert Wickens als Elfter die Punkteränge, musste sich um 0,7 Sekunden dem Zehnten, Nico Müller, geschlagen geben.

An der Spitze sorgten die knappen Abstände und unterschiedlichen DRS-Taktiken für Spannung. „Ich hatte schon Hoffnung auf den Sieg. Schließlich bin ich bei meinem ersten Sieg in Oschersleben auch vom zweiten Platz ins Rennen gegangen“, so Blomqvist. „Aber mein DRS war sehr schnell aufgebraucht. Marco war zudem ebenfalls sehr schnell unterwegs und hat, wie ich auch, keinen Fehler gemacht.“ Kurz vor dem Briten hatte bereits Mortara sein Kontingent aufgebraucht und musste sich den entschlossenen Attacken Timo Glocks erwehren. „Das war extrem hart. Timo ist sehr intelligent gefahren, ich musste alles geben, um ohne DRS meinen Platz zu verteidigen“, so Mortara, der drei Runden durchhalten musste, ehe auch Glocks DRS-Kontingent versiegt war. „Ich bin sehr zufrieden. Mehr als Platz drei war heute absolut nicht drin.“

Einen Tag nach seinem 49. Geburtstag bedankte sich BMW-Motorsportchef Jens Marquardt für das nachträgliche Geschenk seiner Fahrer: „Das macht mich megastolz.“ Da mit Augusto Farfus’ achten Rang insgesamt sechs BMW in die Top-Ten fuhren, hat BMW in der Hersteller-Wertung nun eine deutliche Führung vor Mercedes-Benz und Audi inne. Zudem verbesserte sich Wittmann in der Fahrerwertung hinter Di Resta und Mortara auf den dritten Platz. Am Sonntag geht es auf dem Red Bull Ring in die zweite Runde. Und es würde nicht überraschen, wenn in Qualifying (ab 12:50 Uhr) und Rennen (ab 15:10 Uhr) plötzlich wieder die Konkurrenz oben auf wäre.

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