“Charly war wie ein Vater” | DTM.com | Die offizielle Webseite
2019-01-28 17:00:00

“Charly war wie ein Vater”

GodSpeed Charly

Der plötzliche Tod von Charly Lamm, der sich erst zum Ende der Saison 2018 vom Motorsport verabschiedet hatte, hat in der Rennsportwelt eine riesige Lücke hinterlassen. 

Schnitzer wurde zu einem Synonym für BMW, die Münchener Marke, für die Schnitzer in den vergangenen 50 Jahren auf der ganzen Welt Tourenwagen-, GT- und Sportwagenrennen bestritt. Charly Lamm schloss sich der von seinen Halbbrüdern in den 1970ern gegründeten Organisation als junger Mann an und managte bald den Erfolg der Spezialisten. Die Partnerschaft erwies sich schnell als sehr erfolgreich und sorgte auch für einige einzigartige Kapitel in der DTM-Geschichte.  

1989, in Schnitzers erster DTM-Saison, holte Roberto Ravaglia mit einem BMW M3 den Fahrer-Titel für das Team. Der Italiener brauchte nur drei Rennsiege um sich den Titel zu sichern – obwohl Klaus Ludwig (Mercedes, fünf Mal) und Klaus Niedzwiedz (Ford, vier Mal) öfter als Sieger ins Ziel kamen. Doch mit seiner Konstanz – zu weiten Teilen basierend auf Lamms Herangehensweise an den Tourenwagensport – gelang es Ravaglia, seine Konkurrenten letztlich hinter sich zu lassen. 

Fast ein Vierteljahrhundert später, bei BMWs Comeback in der Serie, triumphierte BMW erneut und Bruno Spengler holte am Ende eines langen, die ganze Saison währenden Zweikampfs mit Gary Paffett (Mercedes) den Fahrertitel für BMW und Schnitzer. 

In Lamms letztem Rennen auf der Schnitzer-Kommandobrücke, dem Guia-GT-Rennen in Macao, schenkte Augusto Farfus seinem Teamchef einen letzten, emotionalen Sieg. Und es war ein angemessenes Finale: Charly war nicht nur eine unglaublich wettkampfstarke Person mit der angeborenen Präzision, die jeder erfolgreiche Motorsportler sein Eigen nennt, sondern auch ein wundervoll warmherziger und weiser Mann, der von der gesamten Motorsportwelt respektiert und bewundert wurde.   

Aufgrund seines Todes ist die gesamte Gemeinschaft in Trauer, und zahlreiche Kollegen und Konkurrenten äußerten sich zum Gedenken an Charly Lamm:  

Dieter Gass (Audi Motorsportchef)
„Die Nachricht von Charly Lamms plötzlichem und – für mich – völlig unerwarteten Tod war auch für uns bei Audi ein Schock. Die Motorportfamilie hat eine charismatische Persönlichkeit und einen wunderbaren Menschen verloren. Die Art und Weise, wie Charly für den Rennsport lebte, war einzigartig. Er war ein echter Sportsmann, ein mehr als fairer Konkurrent, und verlor nie das große Ganze aus dem Blick. Er war ein Vorbild für mich und jedes Gespräch mit ihm war inspirierend. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und dem ganzen Schnitzer-Team, für das Charly Lamm gelebt hat.“ 

 

Philipp Eng (BMW DTM Fahrer)
„Mir fehlen die Worte. Ein guter Freund, ein erstaunlicher Teamchef, ein unglaublich enthusiastischer Motorsportler und eine großartige Persönlichkeit ist von uns gegangen. Diese Worte zu schreiben schmerzt. RIP CHARLY LAMM. Ich werde Dich nie vergessen. Danke für all die Momente, die ich auf und abseits der Strecke mit Dir erleben durfte.“ 

 

Augusto Farfus (Schnitzer BMW Fahrer und 24h Daytona 2019 Klassensieger)
„Das war speziell. Charly war wie ein Vater für mich. Ich bin sicher, dass er mich irgendwie durch dieses Rennen geleitet hat. Er war bei mir. Dieser Sieg ist für ihn. Ein wirklich spezieller Moment.“ 

 

BMW Motorsport
„Wir trauern wegen des Verlustes von Charly Lamm und widmen ihm diesen Daytona-Sieg. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt der Lamm-Familie und der Schnitzer-Familie.“

 

Trauerflor bei Andretti Motorsport

 

Jean Todt (FIA-Präsident)

„Ich bin zutiefst betrübt wegen der Nachricht von Charly Lamms Tod. Er war ein enorm respektierter und talentierter Team-Manager, der im Motorsport so viel erreicht hat. Mein Mitgefühl und das der FIA gilt seinen Angehörigen und der ganzen BMW-Familie.“

 

Fritz Enzinger (Porsche Motorsportchef) 
„Die Nachricht von Charly Lamms plötzlichem Ableben war ein harter Schlag für uns alle. Mit seiner Leidenschaft hat er viele Menschen in unserem Sport inspiriert. Charly war eine großartige Persönlichkeit, ein durch und durch fairer Sportsmann, ein Motorsportler mit Herz und Seele. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“ 

 

Gerhard Berger (Vorstandsvorsitzender von der DTM-Dachorganisation ITR)
„Charly war nicht nur einer der besten Team-Manager, mit denen ich zusammenarbeiten durfte – sowohl als Rennfahrer als auch als BMW Motorsport Direktor – sondern er war auch eine große Persönlichkeit und ein großartiger Freund. Ich möchte im Namen der gesamten DTM-Familie seiner Frau und seinen Söhnen mein Mitgefühl ausdrücken.“ 

 

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